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Aktuelle Neuigkeiten

Hier finden Sie alle aktuellen Neuigkeiten rund um die Zentralgewerbeschule Buchen:

ZGB-Azubis absolvierten dreiwöchiges Betriebspraktikum in Zentralfrankreich

Empfang der Stadt St. Etienne

Nachdem im Herbst französische Berufsschüler vier Wochen in Ausbildungsbetrieben im Neckar-Odenwald-Kreis zu Besuch waren (wir berichteten), erfolgte in den drei Wochen vor Pfingsten nun der Gegenbesuch. Die Austauschmaßnahme zwischen der Zentralgewerbeschule Buchen und dem Centre Scolaire La Salle in Saint-Etienne wird aus Mitteln von ProTandem — Deutsch-Französische Agentur für den Austausch in der beruflichen Bildung (ttps://protandem.org) gefördert und fand in diesem Schuljahr erstmals statt.

Übermüdet, aber zufrieden kamen die Berufsschüler mit ihrem Lehrer am frühen Morgen des 29. Aprils in Saint-Etienne an. Die lange Nacht im Fernbus steckte allen noch in den Knochen, die Freude und Neugier über das, was auf sie zukommen würde, überwog jedoch.

Seit der Abreise ihrer französischen Partner im November hatten sie sich, zusätzlich zur Arbeit im Betrieb, der Berufsschule und dem ersten Teil der Berufsschulabschlussprüfung, wöchentlich zum Französischkurs getroffen, Vokabeln und Grammatik gelernt.

Drei Wochen voller neuer und spannender Erfahrungen lagen vor den jungen Leuten. Beim Empfang durch die Stadt Saint-Etienne (170 000 Einwohner), lobte Pascal Rousset, ehemaliger Leiter der örtlichen Ingenieurhochschule und verantwortlicher Gemeinderat für Jugend und Bildung, den Mut der jungen Leute: „Sie nehmen Ihr Leben selbst in die Hand, als verantwortungsvoller Teil der Gesellschaft. Im Zusammenwirken zwischen Betrieben, Bildungseinrichtungen und Auszubildenden entsteht ein System, das langfristig allen drei Seiten zum Vorteil gereicht. Dies ist nur möglich, wenn alle sich mit großem Engagement einbringen, so wie Sie und die aufnehmenden Betriebe bei dieser Austauschmaßnahme.

Das deutsche duale Ausbildungssystem wird bei uns als vorbildhaft angesehen. Ähnliches soll in den nächsten Jahren bei uns entstehen.“

Neben den Empfängen bei der Gemeinde und in der Schule hatten die französischen Partner ein reichhaltiges Freizeit-und Kulturprogramm für die Wochenende und Feiertage zusammengestellt.

„Das ist schon toll, dass uns das alles hier ermöglicht wird,“ äußerte sich Marius (Werkzeugmechaniker Fa. Braun, Walldürn): „Wir können in einer großen Stadt im Ausland drei Wochen wohnen und arbeiten, lernen für die Ausbildung und fürs Leben jede Menge und unsere Betriebe unterstützen uns auch noch dabei! Durch den Zuschuss von ProTandem haben wir fast keine Kosten und das Essen in der Betriebskantine und in der Unterkunft war super. Die Kollegen im Betrieb sind echt nett, auch wenn wir oft mit Händen und Füßen kommunizieren. Das klappt überraschend gut. Viele sprechen aber auch Englisch, oder etwas deutsch und wir etwas französisch. Irgendwie hat es jedes Mal geklappt. Wenn klar ist, was man tun soll, braucht es oft keine großen Worte, oder die Kollegen machen einfach vor, was zu tun ist. Wir haben viel gelacht bei der Arbeit. Ich kann das mit dem Azubi-Austausch nur jedem empfehlen!“

Philip (Betriebselektroniker bei Fa. Braun Walldürn) bekam sehr positive Rückmeldungen angesichts seines guten Ausbildungsstandes: „Wir bekamen nach der Sicherheitsunterweisung einen Plan zum Verdrahten. Als wir nach kurzer Zeit fertig waren und unser Arbeitsergebnis vorgezeigt haben, war der Chef total begeistert von unserer Arbeit und hat uns schwierigere Tätigkeiten übertragen. So durften wir selbständig an einem Schaltschrank arbeiten, in dem die zentrale Steuerung für eine Asphaltiermaschine für den Straßenbau zu installieren war. Die Ausbildung in der Ausbildungswerkstatt und in der ZGB haben uns echt fit auch für solche Aufgaben gemacht.“

Neben dem Rückenwind durch so viel Lob konnten die Azubis jedoch auch viele neue Erfahrungen sammeln. Fabian (Betriebselektroniker Fa. Braun, Walldürn), begeisterter Bodybuilder, war nicht nur froh, dass er während des Austausches sein anspruchsvolles Training weiterführen konnte: „Die allermeisten Leute sind echt nett hier: Da gibt es den Typen im Fitnessstudio, der mich kostenlos trainieren lässt, weil er keine Monatskarten anbieten kann. Oder die Kollegen, die uns freitags immer in die Innenstadt zum Feiern mit ihren Freunden mitgenommen haben. Aber auch fachlich konnten wir einiges lernen! Hier werden die Installationspläne etwas anders gemacht als bei uns, das System ist gar nicht so schlecht.“

Nicht alle konnten einen Praktikumsplatz erhalten, der genau zu ihrem Ausbildungsberuf passte. Als Nachteil sahen das die betroffenen Azubis jedoch nicht an. Moritz, der als angehender Elektroniker bei Eaton in Eberbach mit der Fertigung explosionsgeschützter Schaltschränke betraut ist, kam bei einem Oberflächenveredler unter: „In der Elektroinstandhaltung konnte ich mich hier gut einbringen. Was anfiel wurde getan: von der Mithilfe in der Produktion, über die Kalibrierung von Plasmadüsen habe ich echt viel zu sehen und zu tun bekommen. Außerdem arbeitet die Firma für die Formel 1 und deutsche Premiummarken, das war echt interessant.“

Marcel (Produktdesigner) äußerte sich ähnlich: „Bei Mosca in Schöllbrunn designe ich Verpackungsmaschinen. Hier ging es um Kunststoffbehälter aller Art, gewisse Überschneidungen gab es da schon. Weil mein Praktikumsbetrieb zu einem deutschen Mutterkonzern gehört, wurde ich auch zum Übersetzen vom Deutschen ins Englische eingesetzt: Wie beim technischen Zeichnen ging es auch hier darum, technische Vorgänge zu verstehen und umzusetzen, damit andere damit weiterarbeiten können. Das hat meinen Horizont echt erweitert. Gut, dass wir technisches Englisch in der Schule haben.“

Schulleiter Konrad Trabold zeigte sich begeistert von den positiven Berichten der Auszubildenden nach den Pfingstferien: „Der Mut, Neues zu wagen, hat sich also gelohnt! Die Erfahrungen, die Ihr in Saint Etienne gesammelt habt, werden euch euer ganzes Leben lang begleiten und eure Zukunft beruflich und privat sicherlich an der ein oder anderen Stelle bereichern. Ich hoffe, dass auch im kommenden Schuljahr wieder eine Gruppe von Auszubildenden, unterstützt von ihren Ausbildungsbetrieben zustande kommt.“ Ferner dankte er den verantwortlichen Lehrern Christoph Kleiser und Uwe Pfeiffer für ihr großartiges Engagement bei diesem Pilotprojekt.

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Besichtigungs-Marathon mit Sahnehäubchen

Die Klassen M2PA und M3PA der ZGB unternahmen am 19.04.2018 eine Exkursion durch drei unterschiedliche Firmen im Neckar-Odenwald- Kreis. Dabei standen fertigungstechnische und produktspezifische ExkursionM2PA M3PABetriebsabläufe im Vordergrund.

Die angehenden technischen Produktdesigner konnten so anschaulich ihr praktisches Wissen erweitern. Sie wurden mit neuen firmenspezifischen Sachverhalten konfrontiert, welche sie aus den eigenen Betrieben und der Schule nicht kannten.

Die erste Besichtigung fand bei der Otmar Noe GmbH in Mudau  statt. Hier gewährte Geschäftsführer Joachim Bundschuh einen interessanten Einblick hinter die Kulissen der Fertigung. In der Firma werden Kombinations- und Sondermaschinen für die Forstbranche von Grund auf gefertigt. Besonders spannend war der Kabinenbau, der komplett vor Ort stattfindet - sowie das hauseigene Testgelände.

 Anschließend ging es zur Gießerei Röth nach Neckarelz. Die Schüler wurden in zwei Gruppen durch das Unternehmen geführt. Besonders spürbar und beeindruckend waren die dort herrschenden Temperaturen und die rauen Arbeitsbedingungen beim Gießereibetrieb. Den Auszubildenden wurde der typische Verlauf von einer eingehenden Bestellung über die Fertigung bis hin zum Versand gezeigt.

Die dritte und letzte Führung fand bei der in Mosbach ansässigen KWM Weisshaar GmbH statt. Dort wurde den Klassen die verschiedensten Möglichkeiten der Blechbearbeitung vorgestellt. Sehr beeindruckend war die hohe Komplexität der Blechformen und Konturen, die durch spezielle Verfahren gefertigt werden können.

Zum Abschluss ließen die Schüler und Lehrer den Tag bei einem großen Eisbecher ausklingen.

David Herkert und Timo Helm

Das Foto zeigt die Klassen mit Herrn Bundschuh, Fa. Otmar NOE GmbH, ihrem Klassenlehrer Herr Schäfer  und einer typischen Forstmaschine beim Testbetrieb

Hinter den Kulissen der Automobilbranche - Besuch des Audi-Werks Neckarsulm

TGTM2 AUDIRiesige Pressen, das Dröhnen und Hämmern der mehrere Tonnen schweren Maschinen hallt durch die Werkshalle in Neckarsulm. Was sich anhört wie ein Stahlwerk, ist tatsächlich das Audi-Werk in Neckarsulm, welches die 12. Klasse des Technischen Gymnasiums mit dem Profil „Technik und Management“ der Zentralgewerbeschule Buchen am Freitag, den 16.03.2018, besuchen durfte. Nur mit Headset, das die Schüler zu Beginn der Führung erhalten, sind die Informationen und Darlegungen der Mitarbeiterin, die in das Mikrophon spricht, deutlich zu verstehen.

Der Standort Neckarsulm war nicht immer Produktionsstädte für Autos, sondern vor dem 2. Weltkrieg war hier die Firma NSU angesiedelt, welche zunächst Fahrräder, Motorräder und später auch Autos produzierte. Erst 1969 schließt sich die Firma NSU, welche zeitweilen der größte Zweiradproduzent der Welt war, mit der Audi Union zur „AUDI NSU AUTO UNION AG“ zusammen, später einfach nur noch „AUDI AG“.

Den Schülern der Klasse TGTM2 wird die Möglichkeit geboten, einen Eindruck von der Automobil Branche zu bekommen, da viele Schüler der Klasse es sich vorstellen könnten, nach ihrem Abitur 2019 in diesem Bereich zu arbeiten. Attraktiv als Arbeitgeber war die Branche bereits für ehemalige Schüler: So kommt es, dass unsere Klasse, kaum im Audi Forum angekommen, von einem Audi Mitarbeiter begrüßt wird, welcher selber einmal Schüler der ZGB war und nach dem Studium bei Audi eingestellt wurde.

Die Führung beginnt mit der, für manche Schüler befremdlich wirkenden Aufforderung, die Handys auszuschalten. Dies ist jedoch ein normaler Prozess bei solchen Führungen, um Industriespionage zu vermeiden. Auch wird uns gesagt, dass wir leider nicht alle Abteilungen des Werks besichtigen können, da einige von den Hallen vorbereitet werden für die Produktion von neuen Fahrzeugen, die noch nicht auf dem Markt sind.  Auch die Tourenwagen für die DTM werden in Neckarsulm entwickelt und produziert.

Wir fahren mit einem Bus über das Audi Gelände, hier zeigt uns eine Mitarbeiterin, was die AUDI AG als Arbeitgeber zu bieten hat, und uns begegnen mehrere Restaurants, eine eigene Bahnstation und sogar ein hauseigener Notdienst. Die Fahrt endet an einer riesigen Halle, dem Presswerk, in dem Teile für den Audi A5, A6, A7 und A8 gepresst werden. Die gigantischen Pressen sind bis zu 50 Tonnen schwer und können eine Druckkraft von bis zu 7700 Tonnen ausüben, ca. 700 Tonnen Aluminium und Stahl werden in diesen Maschinen pro Tag verarbeitet.

Riesig, gigantisch, groß sind alles Adjektive, die auf den Standort Neckarsulm und dessen Maschinen zutreffen, so ist es nicht verwunderlich, dass viele der Mitarbeiter mit einer Art Cityroller, einem Fahrrad oder mit dem Auto über das Werksgelände fahren.

Auch wir fahren mit dem Bus zur nächsten Station der Besichtigung, dem Karosseriebau. Hier werden die einzelnen Teile, die vorher gepresst wurden, zusammengeschweißt. Auffällig ist, dass sich in dieser Halle nur wenige Mitarbeiter aufhalten. Der Grund hierfür ist einfach: Riesige Roboter mit Industrie 4.0 Technologie schweißen die Karosserien der Autos zusammen.

Auch in der nächsten Halle, der Montage, ist trotz vieler Mitarbeiter, der technische Fortschritt zu spüren, denn immer wieder müssen wir während der Führung Platz machen für fahrerlose Transportsysteme, welche den Arbeitern Montageteile bringen.

In dieser Stufe der Autoherstellung werden an die Karosserien Teile wie Lenkrad, Sicherheitsgurte, Außenspiegeln, Sitzen u.a. montiert. Die Werker werden dabei von Robotern unterstützt.

Dem Fahrzeug fehlen noch Motor und Antrieb am Ende dieses Montagebandes. Insgesamt fertigt das Audi Werk Neckarsulm 1000 – 1200 Autos pro Tag und liefert diese weltweit aus. Um diese Menge an Autos zu produzieren, sind im Werk Neckarsulm ca. 17.000 Mitarbeiter beschäftigt. Audi bildet jährlich 300 Auszubildende in Neckarsulm aus, auf diese Anzahl von Ausbildungsplätzen kommen jedes Jahr im Schnitt 3000 Bewerbungen.

Am Ende der Führung bekommen die Schüler noch einmal die Möglichkeit Fragen zu stellen und werden dann verabschiedet. Die Exkursion war laut Feedback ein voller Erfolg und die Schüler der Klasse TGTM2 hatten die Möglichkeit, einmal hinter die Kulissen zu blicken und vielleicht wird ja der eine oder andere nach dem Abitur in der Automobil Branche seinen neuen Arbeitgeber finden können.

Von Tony Mestmacher

(Schüler der TGMT2)

Sieger des Fußballturnier erhalten Tickets

Beim diesjährigen Fußballturnier der Zentralgewerbeschule Buchen (ZGB) konnten sich die Sieger wieder über einen besonderen Preis freuen. Frau Nachtigal von der AOK Buchen übergab den Spielern der Klasse FTM1 Tickets für das Bundesliga-Spiel TSG 1899 Hoffenheim gegen den Hamburger SV. Das Team mit dem Namen „Raketen Rondo`s“ hatte sich den Turniersieg hart erarbeitet und den Stadionbesuch verdient. Die SMV der ZGB bedankt sich als Ausrichter des Turniers ganz herzlich bei der AOK Buchen sowie den weiteren Sponsoren Intersport Mumm und der Volksbank Franken e.G. für ihre Unterstützung.

Hohe Zufriedenheitsquote ist das Ziel

„Eine hohe Zufriedenheitsquote unserer Leistungsempfänger, also Schüler, Eltern und Betriebe, ist die Frucht unserer kontinuierlichen Entwicklung.“ Mit diesen Worten resümierte Konrad Trabold, Schulleiter der Zentralgewerbeschule Buchen, die Motivation zur jährlichen Überprüfung der Leistungen der ZGB durch externe Audits seit dem Jahre 2003. Dass bei der ZGB die internen Prozesse vorbildlich ablaufen, wurde nun beim Rezertifizierungsaudit nach drei Jahren auch von den beiden Auditoren der DEKRA Certification GmbH, Prof. Dr. Alexander Neumann von der Dualen Hochschule Mosbach und Bernd Süssenbach von der DEKRA Stuttgart, anerkennend festgestellt.

Erste Preise bei Jugend forscht für Schüler des BGB und der ZGB

Jugend forschtBeim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ wurden Beiträge von Schülern des Burghardt-Gymnasiums und der Zentralgewerbeschule mit ersten Preisen und der Weiterleitung zum Landeswettentscheid in der Kategorie Geo- und Raumwissenschaften ausgezeichnet. Dennis Häfner, Simon Schwab (BGB) und Kilian Leutner (ZGB) haben mehrere Wochen im vergangenen Jahr in ihre Forschungsarbeit investiert, die Ergebnisse dokumentiert und beim Regionalentscheid letzte Woche in Künzelsau an einem Messestand der Jury überzeugend präsentiert.

Kilian Leutner konnte mit seinem Projekt „System zur 3D-Visualisierung historischer Welten“ drei seiner Interessensgebiete vereinigen: Römer und Limes, Programmierung und frei zugängliche Geodaten. Der Limbacher besucht seit seinem Abschluss auf der Abt-Bessel-Realschule das Technischen Gymnasium der ZGB, wo die Arbeit von Holger Repp, seinem Lehrer im Profilfach Informatik, betreut wurde. Kilians Ziel war es, ein System zur 3D-Visualisierung von Geoinformationen und 3D-Modellen historischer Welten zu entwickeln. Mit Hilfe dieser Umgebung erstellte er ein 3D-Modell des Odenwaldlimes. Die Datenbasis bildete dabei ein digitales Geländemodell sowie Geodaten zum Verlauf des Limes, die er aus historischen Quellen recherchiert hatte, sowie nach historischem Vorbild modellierte Artefakte (Wachtürme, Kastelle). Gräben und Wälle wurden von der Software in das 3D-Modell hineingerechnet. Die Visualisierung am Computer, Tablet oder im Browser ermöglicht, sich als Betrachter 2000 Jahre zurück zu versetzen und die Welt dreidimensional zu erleben. Benutzer können den Odenwald-Limes virtuell entlanggehen und seine Wirkung in der Landschaft, etwa bei verschiedenen Wetterbedingungen nachvollziehen. Das Modell kann somit zur Untersuchung geschichtlicher Fragestellungen eingesetzt werden. Beispielsweise können Sichtlinien des Limes bei verschiedenen Wetterbedingungen nachvollzogen werden.

Bei der Preisverleihung hob der Laudator Kilians beindruckenden Kenntnisse im Bereich Geoinformatik hervor. Der Umgang mit den Geodaten sowie die Recherche und der Einbezug der historischen Daten seien überzeugend. Zusätzlich erhielt Kilian einen von der Volksbank gestifteten Sonderpreis.

Das Projekt von Dennis Häfner und Simon Schwab vom BGB richtet sich dagegen in die Zukunft. Sie wollten durch Simulationen herausfinden, ob sich das Hochwasserereignis von Schollbrunn, das im Juni 2016 Schäden in Millionenhöhe verursacht hatte, in absehbarer Zeit wiederholen könnte und ob Schutzmaßnahmen für die Menschen vor Ort notwendig sind. Dennis und Simon, die seit der Grundschule befreundet sind, besuchen am Burghardt-Gymnasium seit der 6. Klasse die Geopark-AG und derzeit den Neigungskurs Geographie sowie den Basiskurs Naturwissenschaft und Technik. Die Mischung aus diesen Bereichen war die Grundlage für ihre methodisch vielfältige Arbeit, bei der sie geographische Informationssysteme, CAD und Programmierung zur statistischen Analyse von Wetterdaten des DWD neben Methoden der Feldforschung angewandt haben. Ihre Arbeit wurde von ihrer Geographielehrerin, Frau Führinger, betreut. Mit Hilfe der professionellen Software „KANAL++“ simulierten sie verschiedene Unwetter- und Überflutungsszenarios auf der Basis eines digitalen Geländemodells und des Kanalnetzes, wobei sie das Wiederkehrintervall und die Dauer der Niederschläge systematisch variierten. Um ein möglichst detailgetreues Ergebnis zu erhalten, bestimmten sie weitere Parameter, wie beispielsweise die Versickerungsrate durch Experimente. Das Ergebnis waren Karten und Abflusskennlinien von Schollbrunn, die die Überflutungsszenarien veranschaulichen. Simon und Dennis fanden heraus, dass ein Hochwasser wie 2016 sehr selten vorkommt, Schollbrunn jedoch je nach Intensität des Niederschlags, auch bei weniger starken Regenfällen Opfer von Hochwasserschäden werden könne. Zudem haben sie Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vorgeschlagen, auch weil in Anbetracht des Temperaturanstieges infolge des Klimawandels eine Zunahme der Intensität von Unwettern zu erwarten ist. Die Jury bescheinigte Simon und Dennis Akribie und hohe Fachkenntnis und zeigte sich beeindruckt vom Tiefenverständnis der komplexen Sachverhalte, der systematischen Betrachtung, dem kritischen Hinterfragen der Daten und den vorgestellten durchdachten Lösungsansätzen. Zusätzlich erhielten Dennis Häfner und Simon Schwab den Sonderpreis des Umweltministeriums Baden-Württemberg.

Die beiden Schulleiter Konrad Trabold (ZGB) und Jochen Schwab (BGB) zeigten sich erfreut, dass erfolgreiche Wettbewerbsteilnahme aus der Arbeit beider Schulen erwachsen sei. Sie beglückwünschten die Schüler und wünschten Ihnen viel Erfolg beim Landesentscheid. (J. Schwab)

BMW-Sportcoupè erweitert die Fahrzeugflotte an der ZGB

BMWBuchen. (adb) Modernste Technik bedingt eine moderne Ausbildung - schließlich muss sie ebenso konsequent gewartet und instandgesetzt werden wie Althergebrachtes. In diesem Sinne kann sich die Kfz-Werkstatt der Zentralgewerbeschule Buchen (ZGB) über das neue BMW-Sportcoupé vom Typ 425d im Wert von über 50.000 Euro freuen, das am Freitag übergeben wurde.

Studiendirektor Heiko Ihrig nahm Bezug auf die "Dieseldebatte" und das thematisierte Fahrverbot. Hier setze der BMW an, der dank hochwertiger Technologie die derzeit sauberste Abgasnorm Euro 6 erfüllt. "Derartige Fahrzeuge sind erforderlich, damit der Diesel überhaupt noch eine Chance hat", betonte Ihrig. Allerdings müssen sie auch gewartet werden, was wiederum Fachkräfte bedingt, die jene Technik nicht vor Rätsel stellt. Man freue man sich ganz besonders über das neue Schulungsfahrzeug.

Ihrig dankte den Lehrkräften Marco Schad und Adrian Herth, auf deren Engagement hin das Fahrzeug übergeben werden konnte, sowie der BMW AG, die sich in der Vergangenheit wie die Firma Auto-Müller als örtlicher Vertragsbetrieb und jährlich mit gut abschneidenden Auszubildenden vertretenen Dualpartner der ZGB "sehr aufgeschlossen in Sachen Ausbildung" gezeigt habe. Seitens der BMW AG betonte After-Sales-Gebietsleiter Bernd Kiefer, dass "Elektronische Komponenten nicht nur in der Automobiltechnik auf dem Vormarsch sind" und betonte die Wichtigkeit einer zukunftsweisenden Ausbildung der Kfz-Mechatroniker. Die Ausbildung qualifizierter Nachwuchskräfte sei dahingehend auch für den Münchner Autobauer ein sehr wichtiges Thema. Für den Landkreis unterstrich Peter Fieger die Notwendigkeit, die kommende Generation von Handwerkern mit zeitgemäßer Technik vertraut zu machen. Im Namen des durch Bernhard und Verena Müller vertretenen BMW-Autohaus Müller (Hettingen) rief Geschäftsführerin Verena Müller zur Nutzung der "nicht selbstverständlichen technischen Möglichkeiten am Standort Buchen" auf.

Digitalisierung mit WEBfactory i4

Besuch Herr BöhrerDie Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Technischen Gymnasiums an der Zentralgewerbeschule Buchen bekamen zukunftweisende Technologien zu digitalisierten Fertigungsprozessen im Hinblick auf „Industrie 4.0“ direkt vom Geschäftsführer und Gründer der Firma WEBfactory GmbH in Buchen vermittelt.

Die von der Firma WEBfactory GmbH für die Lernfabrik 4.0 der ZGB zur Verfügung gestellte Software WEBfactory i4 ist eine modulare, webbasierte Software-Plattform für das Visualisieren, Überwachen, Auswerten, sowie das Bedienen und Beobachten von sämtlichen Unternehmens- oder Gebäudedaten. Diese Daten können über entsprechende Schnittstellen direkt von Zählern, Maschinen oder Anlagen erfasst und ohne Medienbrüche verarbeitet, visualisiert und in der Cloud gespeichert werden.

Durch die Veranschaulichung von komplexen und hochflexiblen Fertigungsprozessen wird es den für die Steuerung und Überwachung verantwortlichen Mitarbeitern möglich, den Überblick zu behalten und ggf. zeitnah regulierend einzugreifen.

Die Funktionsweise der Software sowie das Potenzial des Einsatzes wurden von Herrn Böhrer in einem lebendigen Vortrag live präsentiert, und zwar an verschiedenen Unternehmensbeispielen.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich beeindruckt von der fachkundigen Vermittlung dieses zukunftsweisenden Themas.

Herr Böhrer stellte sich im Anschluss an seinen einstündigen Vortrag nicht nur den fachkundigen Fragen der TG-Schüler, sondern beantwortete auch gerne Fragen zu Trends in der Digitaltechnik und Fragen mit Blick auf lohnenswerte Qualifizierungsmaßnahmen wie Praktika, die Ausbildung zum Fachinformatiker oder zum dualen bzw. universitären Studium im Bereich der Informationstechnik.

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