Wir, die ZGB!

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Aktuelle Neuigkeiten

Hier finden Sie alle aktuellen Neuigkeiten rund um die Zentralgewerbeschule Buchen:

Informatik-Workshop an der ZGB

Buchen.Re. Am Samstag Nachmittag trafen sich an Informatik interessierte Schüler in den Räumlichkeiten der Zentralgewerbeschule Buchen (ZGB) zu einem Workshop. Ziel dabei war es herauszufinden, ob das Profilfach Informatik am Technischen Gymnasium der ZGB im nächsten Schuljahr ihre Wahl sein wird. Nicht zum ersten Mal nahmen sich die Fachlehrer Herr Gehring und Herr Repp die Zeit, den Interessenten einen Einblick in die zukunftsträchtigen Themen des Informatikprofils zu geben.

Buchener Fas(ch)enacht - dem Dialekt auf der Spur

RNZ Dialekt ArnsteinEine überfraktionelle Initiative der Landtagsabgeordneten Dr. Markus Rösler und Sandra Boser (GRÜNE), Karl-Wilhelm Röhm und Marion Gentges (CDU), Reinhold Gall und Andreas Kenner (SPD), sowie Jochen Haußmann und Gabriele Reich-Gutjahr (FDP) ist bestrebt die Verwendung von Dialekten in Baden-Württemberg wieder zu stärken und lud hierzu ausgewählte Vertreter zu einem fachlichen Austausch ins Landtagsgebäude. Als „Fürsprecher" des odenwäldischen Dialekts war auch das Buchener SprachRaum-Team mit Manfred Pfaus, Martin Strittmatter und Dr. Isabell Arnstein eingeladen.

Dialekt als Kulturgut

Die Landesregierung sieht in der variantenreichen Dialektlandschaft unseres Bundeslandes  ein zu schützendes Kulturgut, das aber in Gefahr steht zu verschwinden, wenn nicht aktiv entgegen gewirkt wird. Dialekt ist nicht mehr die alltägliche Lebenswirklichkeit wie noch vor wenigen Jahrzehnten, was durch die zunehmend mobilere Gesellschaft und den damit verbundenen Dialektvermischungen bzw. Anpassungen an das Schriftdeutsche fast als zwangsläufige Entwicklung erscheint. Doch ein Blick auf unsere Nachbarländer (z.B. Schweiz) und -bundesländer (z.B. Bayern) lässt erkennen, dass man auch deutlich selbstbewusster mit dem Thema Dialekt umgehen kann. Diese Selbstverständlichkeit soll auch in Baden-Württemberg wieder gestärkt werden, ein natürlicher Umgang mit der eigenen dialektalen Färbung im Wortlaut ist erstrebenswert, denn Dialekt transportiert Nähe und Autentizität, eine zwischenmenschliche Vertrautheit, die Leute berührt und damit Heimat schafft. Doch die Frage steht im Raum, wie sich eine Dialektförderung gestalten kann, die insbesondere junge Menschen begeistert, ohne dass man beim Stichwort „Dialekt" gleich Assoziationen mit „Hannes und der Bürgermeister" hat, oder die irrige Annahme, dass man durch Dialektsprechen gegenüber seiner Umwelt eher als „unklug" erscheint und man deswegen vorsorglich darauf verzichtet.

Neubewertung des Dialekts in der Schule

Um die theoretischen Erkenntnisse der Anhörung im Landtag mit der Zielgruppe in der Praxis abzuwägen, bot sich eine Diskussionsrunde mit Schülern des Technischen Gymnasiums  (TGM3) der Zentralgewerbeschule Buchen (ZGB) an. "Mein Deutschlehrer hielt mich immer dazu an, Schriftdeutsch zu reden.", so die Aussage einiger Schüler auf die Frage, weshalb sie keinen Dialekt mehr sprechen. Bei solchen Prägungen darf man folglich nicht erwarten, dass "sich der Dialekt wie der Löwenzahn durchs Asphalt bricht", wie es der schwäbische Liedermacher Pius Jauch gegenüber den Landtagsabgeordneten bemerkte.

Auf Dialekt einlassen - Dialekt zulassen

RNZ Dialekt Arnstein Bild1In der Klassendiskussion waren sich die TG-Schüler einig, dass Dialektförderung bereits zu Kindergartentagen beginnen müsse, damit Dialekt Teil der Lebenswirklichkeit wird und nicht nur in der närrischen Zeit zur Verwendung komme. Die Klasse war sich einig, dass es übergeordnet wichtig sei das Selbstbewusstsein zum Dialektsprechen zu fördern und einen umfassenden Einblick über die Vielgestaltigkeit der deutschen Dialektlandschaft und die sprachhistorischen Hintergründen zu vermitteln. Diese individuellen Forderungen gehen ganz mit den aktuellen politischen Bestrebungen konform und liefern umsetzbare Ideen innerhalb des Erziehungsauftrages der Erzieher und Lehrer.

Fasnacht als Chance zur Dialektbewahrung in Buchen

Zur Fasnachtszeit begegnet einem die dialektale Vielfalt der Region auf Umzügen, bei Fasnachtssitzungen und ganz besonders „in der Bütt". Doch besonders im Großraum Buchen fehlt es aus sprachwissenschaftlicher Perspektive an einem erforschbaren Corpus an Sprachbeispielen, da es schlichtweg zu wenige mündliche, wie schriftliche Zeugnisse gibt. Alle Dialektbewahrer sind somit dazu eingeladen, sich bei Dr. Isabell Arnstein (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) zu melden, wenn sie ihre „närrischen Textcorpora" gerne der Wissenschaft zur Verfügung stellen möchten. Sei es eine Rede, ein Spruch, ein Bild, eine Anekdote - alles ist willkommen und hilft unseren odenwäldischen Dialekt lebendig zu erhalten.

Das „Odenwäldische" - ein südfränkischer Dialekt

„Odenwäldisch" ist der sprachwissenschaftliche Sammelbegriff für die badisch-fränkischen mundartlichen Varianten um Buchen herum. Der Buchener Dialekt gehört, größer betrachtet, zum südfränkischen Dialektraum, aber mit manchen ostfränkischen Tendenzen. Einen südfränkischen Sprecher kann man durch die dialektale Aussprache des standardsprachlichen Satzes „Die Kinder halten die Äpfel fest" in folgender Weise ausmachen: Die Kinner halte die Äpfel fescht. Vielleicht sogar mit einer leichten Verkürzung des "Die/die" in Richtung einer eines D´/d´, da die südfränkischen Sprecher gerne die Artikel verkürzen.

RNZ Dialekt Arnstein Bild2Weiterhin tendieren die südfränkischen Sprecher dazu, nach den Nasalen m und n auf die Plosivlaute (die harten: p, t, k und die weichen: b, d, g) zu verzichten, wie man es im Beispielsatz schön bei Kinner für „Kinder" sehen kann. Eine Lenisierung, also Verweichlichung, der harten Plosive zugunsten der weichen ist in dieser Region ebenso zu erkennen. Man würde den „Traktor" oder „Trekker" also initial eher mit einem weichen d statt eines harten t aussprechen, ebenso die „Tüte" als Düte, oder im Raum Buchen dann als Dudde.

Der Raum Buchen

Gänschmauscherland - ist eine für viele Einheimische noch bekannte Bezeichnung für den Großraum Buchen, gewissermaßen einer Sprachenklave auf der geologischen Grenze zwischen Odenwälder Buntsandstein und bauländischem Muschelkalk. An der Begrifflichkeit macht sich die Entwicklung des alten germanischen s-Lautes fest, was gewissermaßen identitätsstiftendes Kriterium für den Buchener Dialekt ist. Es taucht für die Gegend um Buchen in der sprachwissenschaftlichen Literatur auch der Begriff der „Hausch-Insel" auf, was diese Besonderheit nochmals verdeutlicht, da außerhalb dieser Insel die Entwicklung anders verlaufen ist. Dieser s-Laut hat sich hier nämlich zu einem sch, sowohl inlautend (z.B. Wiesche für „Wiese") aber besonders auch auslautend (z.B. unsch für „uns"), entwickelt. Beispielwörter wären - neben Hausch für „Haus" oder Worschd für „Wurst" - eben gerade die Form Faschenacht für „Fasnacht", was das nachträglich eingeschobene ch am Stadteinfahrtschild zeigt (siehe Bild). Auch ist im Dialektraum um Buchen herum die für das Fränkische generell typische Umwandlung von g in den Reibelaut ch zu finden, zum Beispiel bei rechern für „regnen". Speziell in Buchen tendiert man auch gerne dazu ein o in Richtung eines u zu verschleifen, was man schön an dem Narrenruf „hinne houch!" sieht.

Mundartgottesdienst

RNZ Dialekt Arnstein Bild3Dies ist aber nur ein sehr kurzer Einblick in die hiesige Dialektlandschaft, ein ausführlicherer Bericht und wie überhaupt die Dialekte entstanden sind, was die Dialekte um Buchen herum im Detail auszeichnen, das ist zur Zeit Thema einer Aufsatzreihe im Wartturm, der Zeitschrift des Bezirksmuseum, ab der Ausgabe 4/2019.

Um den Dialekt auch außerhalb der Fasnacht wieder verstärkt im Alltag zutage treten zu lassen, wird der Prädikant der Evangelischen Landeskirche und zugleich Badischer Mundartpreisträger Wolfgang Müller am 8. März um 10 Uhr in der evangelischen Christuskirche in Buchen einen Gottesdienst in Mundart gestalten, zu dem konfessions-, generationen- und mundartenübergreifend alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

"An Tagen wie diesem ...

... freuen wir uns gemeinsam, dass Sie Ihre Ausbildung bestanden haben.", so Heiko Ihrig, stellvertretender Schulleiter der Zentralgewerbeschule Buchen (ZGB), zu den 97 stolzen Berufsschulabsolventinnen und -absolventen bei der Zeugnisausgabe. Fünf Mal konnte ein Lob vergeben werden und sieben Mal eine Auszeichnung. Der Elektroniker Betriebstechnik, Mario Schittenhelm von der Fa. AZO Osterburken, erhielt mit dem Notendurchschnitt von 1,1 den Geldpreis des Fördervereins der ZGB für beste schulische Leistungen. "Ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann!", so Schulleiter Konrad Trabold, der in seiner Rede die künftigen Fachkräfte auch anspornte, ihre Aufgaben im Berufsalltag mit positivem Selbstwertgefühl anzugehen, sich nicht auf den Lorbeeren des Berufsschulabschlusszeugnisses auszuruhen und auch den Blick auf etwaige Weiterqualifizierungsmöglichkeiten zu lenken. "Sie können sich hier an der ZGB zum staatlich geprüften Techniker oder in Meisterkursen weiterbilden, um dann in die mittlere Management-Ebene eines Unternehmens zu gelangen.", bewarb Herr Trabold seine Schule am Rednerpult der vollbesetzten Aula. Die gegenwärtigen Bedürfnisse von Wirtschaft und Industrie geben ihm recht: Fachkräfte werden händeringend gesucht, gerade im Neckar-Odenwald-Kreis.

Jahreshauptversammlung des Fördervereins der ZGB

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des Fördervereins der Zentralgewerbeschule Buchen e.V. konnten der erste Vorsitzende, Ralf Krippner, der zweite Vorsitzende, Konrad Trabold, und die Geschäftsführerin, Inge Hornbach, den Mitgliedern eine erfolgreiche Bilanz der Vereinsarbeit präsentieren. So wurde beispielsweise im berufsbezogenen Englisch in mehreren Firmenkursen die Fremdsprachenkompetenz der Mitarbeiter im kaufmännischen wie im technischen Bereich verbessert.

Buch über die Geschichte der ZGB erschienen

„Ich habe mich schon immer sehr für die Regionalgeschichte interessiert und da ich selbst Lehrerin an der ZGB bin, habe ich gemerkt, wie faszinierend und vielgestaltig die Entwicklung im beruflichen Schulwesen in den letzten 200 Jahren war.“ Mit diesen Worten begründet Isabell Arnstein ihre Motivation ihr Buch „Die Geschichte der Zentralgewerbeschule Buchen“ zu schreiben. Das Ergebnis ist jetzt im Buchhandel erhältlich und zeigt auf, wie sich die gewerbliche Bildung und die Gewerbeschule in Buchen entwickelt haben. „Nachdem sich die einzelnen Gewerbeschulen im Altkreis Buchen zusammengeschlossen haben, entstand 1947 dann die Zentralgewerbeschule“, so Frau Arnstein.

Bild einer vielfältigen Schule gezeichnet

Beim diesjährigen Pflegschaftsabend für Eltern und Ausbilder, konnte der Schulleiter der Zentralgewerbeschule Buchen (ZGB), OStD Konrad Trabold, das Bild einer vielfältigen und regen Schule zeichnen. Die insgesamt neun Schularten der ZGB besuchen dieses Jahr rund 1000 Schülerinnen und Schüler, wovon rund 350 eine Vollzeitschule besuchen. Allerdings hat die ZGB – wie alle gewerblichen beruflichen Schulen – mit rückgängigen Schülerzahlen zu kämpfen. Im Berufsschulzweig werden insgesamt sieben Berufsfelder angeboten. Und die acht Vollzeitschularten bieten Abschlüsse vom Hauptschulabschluss über das Allgemeinbildende Abitur bis zum Staatlich geprüften Techniker.

"Tragweite wird wohl erst später erfasst" - Vier Pensionierungen

Gleich vier Kollegen konnte der Schulleiter der Zentralgewerbeschule, Konrad Trabold, zum Ende dieses Schuljahres in den Ruhestand entlassen: Hans-Peter Mohr, Hubert Saur, Erich Gramlich und Joachim Breunig. Alle vier Kollegen waren für jeweils ihren Bereich prägend, so dass die Schule die „Tragweite wohl erst so richtig erfassen wird, wenn die Sommerferien vorbei sind und sie nicht mehr an ihrem Arbeitsplatz“ sind, so Herr Trabold.

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