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Statt „Fake News“ echte Nachrichten

"Was bringt es, Zeitung zu lesen?" Mit dieser Frage beschäftigte sich die FN-Schreibwerkstatt im Rahmen des Projekts ,,Klasse Azubis" an der Zentralgewerbeschule in Buchen.
BUCHEN. Die Medien- und Sprachkompetenz junger Menschen nachhaltig zu fördern ist Ziel des Projekts "Klasse Azubis", das die Fränkischen Nachrichten gemeinsam mit ihren Partnern verfolgen. Will man die immer größer werdende Flut an Nach­richten und Meldungen, die täglich auf uns einströmen, sinnvoll kanalisieren, gewichten und etwa auf ihren Wahrheitsgehalt bewerten, benötigt man unterschiedliche Fähigkeiten. Textverständnis etwa und Urteilsfähigkeit, aber auch Allgemeinbildung und vernetztes Denken.


Talente, die auch im Berufsleben mehr und mehr gefordert sind. Die Initiative "Klasse Azubis", die genau diese Kenntnisse fordert, ist an junge Menschen in der Ausbildung gerichtet. Ein Jahr lang können sie per Smartphone, Tablet oder PC auf die digitale Ausgabe der Fränkischen Nachrichten zugreifen. So können sich die Jugendlichen über Ereignisse auf lokaler und regionaler, aber auch auf nationaler und internationaler Ebene informieren.
Eine der wichtigen Fähigkeiten, die das Projekt bei den Jugendlichen herausbilden will, ist es, die Qualität eine Nachricht zu beurteilen. In Zeiten von „Fake News“, so erfuhren Schüler und Auszubildende bei der FN-Schreibwerkstatt, ist es immer wichtiger, das Handwerkszeug zu haben, um richtige von falschen Meldungen zu unterscheiden.
17 Schüler der Zentralgewerbe­schule Buchen - sowie darüber hinaus fünf Auszubildende der Volks­bank Franken - nahmen mit ihrem betreuenden Lehrer Martin Strittmatter an der Schreibwerkstatt teil.
Geleitet wurde sie von den beiden FN-Redakteuren Melanie Müller und Marcel Sowa, deren Ziel es unter anderem war, „Euch unsere Freude an unserem Beruf zu vermitteln“. Marcel Sowa, der Journalismus als ein Handwerk bezeichnete, dass der Aufklärung und der Meinungsbildung diene, gab zunächst einen kurzen Einblick in die abwechslungsreiche und herausfordernde Arbeit eines Journalisten.
Dann stellten sich die Jugendli­chen der Frage: „Was bringt es, Zei­tung zu lesen?“ Die Antworten waren vielfältig und reichten über eine größere Allgemeinbildung, bessere Information, Mitreden können, Vermeiden von „Fake News“, die Möglichkeit, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten, eine verbesserte Ausdrucksweise und Rechtschreibung bis bin zur Unterstützung bei der Meinungsbildung.
Melanie Müller informierte die Schüler anhand eines aktuellen Beispiels über die Gefahren von „Fake News“ und wies auf die „Fünf W's“ hin, die als Basis jedes Artikels dienen sollten: die Fragen nach dem „Wer, Was, Wann, Wo und Warum". Anschließend hatten die Schüler die Aufgabe, eine Polizeimeldung so umzuformulieren - im Journalistenjargon spricht man hier vom ,,redigieren" - dass sie gleichzeitig informativ und spannend ist.
Zum Abschluss erfuhren die Schüler und die Volksbank-Azubis noch mittels eines kurzen Films weitere Einzelheiten über das Projekt ,,Klasse Azubis" und den Alltag in den Redaktionen der Fränkischen Nachrichten.

© Fränkische Nachrichten, 20.11.2018