Wir, die ZGB!

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Personalwechsel an der ZGB

Mit Dieter Öppling und Christof Kieser verlassen am Ende des Schuljahres gleich zwei Kollegen die Zentralgewerbeschule Buchen (ZGB), die beide jahrzehntelang an der Schule gewirkt haben und jeweils eine große Lücke im Kollegium hinterlassen. OStR Öppling wird in Pension gehen, OStR Kieser wird als Schulleiter an die Helene-Weber-Schule (HWS) wechseln. Aus diesem Anlass blickte der Schulleiter Konrad Trabold auf ihre Biographien. An den Viten der beiden sieht man, dass der Lebensweg von Lehrern an beruflichen Schulen oft zuvor über Tätigkeiten in der freien Wirtschaft führt und sich die Arbeit als Lehrer selten auf die reine Unterrichtstätigkeit beschränkt.

Dieter Öppling wurde in Osterburken geboren und begann bereits im Alter von 14 Jahren eine Ausbildung zum Büromaschinenmechaniker in Mosbach, die er 1971 erfolgreich abschloss. Im folgenden Jahr pendelte Herr Öppling nach Heilbronn und erwarb dort die Fachschulreife, die es ihm ermöglichte am Technischen Gymnasium in Mosbach die Studienberechtigung zu erlangen.
In Karlsruhe studierte Dieter Öppling Maschinenbau und Feinwerktechnik auf Lehramt; in Heidelberg folgte das zweijährige Referendariat. Statt wie gewünscht in die Heimatregion zu kommen, folgte 1982 eine Anstellung in Balingen am Fuße der Schwäbischen Alb. In den Folgejahren schrieb Dieter Öppling einige Versetzungsanträge, die ihn allerdings erst neun Jahre später an die ZGB brachten.
Christof Kieser ist ebenfalls ein Kind der Region. Das Abitur erhielt Herr Kieser 1983 an der Frankenlandschule in Walldürn. Nach seinem Grundwehrdienst studierte er in Hohenheim Allgemeine Agrarwissenschaft. Seine berufliche Tätigkeit begann in Billigheim im Raiffeisen Lagerhaus, wo er zunächst als Assistent der Geschäftsleitung, später als Prokurist tätig war. Der erste Kontakt mit der Zentralgewerbeschule kam im Jahr 2002 zustande, als sich Herr Kieser auf eine Stelle für die Fächer Nahrung und Chemie an der ZGB bewarb.
Mit Beginn des Schuljahres 2002/2003 begann Christof Kieser dann seine Tätigkeit an der Zentralgewerbeschule und wurde auch gleich mit dem Aufbau der Schulband zgb-music betraut.
Aufgrund seiner Vorbildung hatte Herrn Öpplings Arbeit an der Schule seinen Schwerpunkt in der Metallabteilung und auch in der Zweijährigen Berufsfachschule, deren Leitung ihm bereits ein Jahr nach seiner Versetzung an die ZGB anvertraut wurde. Die „Zweijährige“ blieb eine Herzensangelegenheit von Herrn Öppling, der sich auch jahrelang leidenschaftlich für den Erhalt dieser Schulart einsetzte, die aufgrund geringer Schülerzahlen in ihrem Bestand bedroht war.
Neben der angestammten Metalltechnik kamen mit den Jahren weitere Fächer dazu: zunächst die allgemeinbildenden Fächer in der Berufsschule, dann Computertechnik und zuletzt noch Mathematik, das sich zu Herrn Öpplings Lieblingsfach entwickelte.
Zum Lehrerdasein an gewerblichen Schulen wie auch zu dem von Herrn Öppling gehört der Unterricht an Samstagen, etwa im Zusatzunterricht für Berufsschüler und im Unterricht für angehende Techniker und an den Abenden, wie in Meistervorbereitungskursen. Auch die Tätigkeit als Sachverständiger in Meisterprüfungsausschüssen war Teil seiner Arbeit.
Für die Kollegen zeichnetet sich Herr Öppling dadurch aus, dass er stets hilfsbereit und sehr geduldig mit ihnen war und auch sein großer Sinn für Humor wird ihnen in Erinnerung bleiben. Für Herrn Trabold ist klar, dass „die ZGB ohne Öppling“ nur schwer vorstellbar ist.

Verabschiedung Öppling Kieser 10

Christof Kiesers Heimathafen an der Zentralgewerbeschule war die Nahrungsabteilung, die er sechs Jahre leitete. Auch er war in zahlreichen Prüfungsausschüssen und Arbeitsgruppen auf Regierungspräsidiumsebene tätig. Er entwickelte ein Konzept zur gemeinsamen, und damit ressourcenschonenden Beschulung von Bäckern, Fleischern und den Fachverkäuferinnen in den verschiedenen Lernfeldern, welches auch ständig angepasst wurde und anhand der guten Prüfungsergebnisse nachweislich erfolgreich ist.
Für das Schulleben war Herr Kieser von kaum zu überschätzender Bedeutung: Er war jahrelang maßgeblicher Organisator der Weihnachtsfeier, seine zgb-music umrahmte zahlreiche Schulfeiern und seine komödiantischen Auftritte am Ende von Pädagogischen Tagen sind im Gedächtnis des Kollegiums fest verhaftet.
Auch die Person Herrn Kiesers ist besonders zu würdigen. Herr Trabold unterstrich seine Kreativität, sein herausragendes Engagement und seinen ganz besonderen Sprachwitz. Auch habe er sich „nie gescheut, seine Meinung zur Sprache zu bringen, insbesondere dann, wenn er der Überzeugung war, dass etwas in die falsche Richtung läuft“. Ganz kennzeichnend für seine Persönlichkeit ist seine Werteorientierung, „die ganz zentral, den Nächsten‘ in den Mittelpunkt rückt“.
Der Abschied von Herrn Kieser ist kein ganzer, denn er wechselt ja nur eine Schule weiter und es gibt zwischen der HWS und der ZGB zahlreiche Kooperationen. Deswegen endete Herr Trabold seine Ehrung mit der Zusicherung „auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit“.Si